März 27, 2018

Die Kreativmetropole Berlin verdient den Namen zurecht, denn sie setzt stets auf die neusten Trends, auch im Bereich Food. Das asiatische Konzept von Street Food-Märkten ist seit einigen Jahren in der deutschen Hauptstadt angekommen. Ob britische Pies, thailändische Dumplings, mexikanische Tacos über nigerianischer FuFu und amerikanischen Barbeque – eine Plattform für moderne Lebensmittelkultur ist entstanden und löste deutschlandweit eine Welle von Street Food-Events aus.

Der Geburtsort des deutschen Street Food-Marktes: Die Markthalle IX im Szenenviertel Berlin-Kreuzberg. Seit April 2013 wird hier der erste internationale Street Food-Markt Deutschlands betrieben. Die ehemalige Eisenbahnmarkthalle wurde als eine der wenigen, erhaltenen historischen Markthallen aus dem 19. Jahrhundert denkmalgerecht sarniert und an ein Team von Lebensmittelbegeisterten übergeben. Sie ist heute die Heimat zahlreicher kleiner Händler, die ihre Produkte aus einer fairen, ökologischen und regionalen Herstellung anbieten. Neben dem Wochenendmarkt Freitags und Samstags ist vor allem ein Markt legendär geworden: Der Street Food Thursday. Jeden Donnerstag laden Hobbyköche zwischen 17 und 22 Uhr alle Genussliebhaber zum Verzehr von Köstlichkeiten rund um den Globus ein, die über Currywurst und Döner hinausgehen. Ob Jung und Alt, Urberliner oder Zugezogene, Hipster oder Touristen – hier wurde ein Ort geschaffen , an dem sich die Food Szene Berlins treffen kann, um kulinarische Vielfalt gemeinsam zu genießen. Am Street Food Thursday werden die Street Food Stände in der Markthalle nebeneinander aufgebaut und laden die Besucher  zum Schlemmen und Schlendern ein.

Neben dem heute legendären Street Food Thursday wurden weitere Street Food Veranstaltungen wie der Naschmarkt oder Breakfast Markt eingeführt. Auf dem Naschmarkt präsentieren zahlreichen Stände ihr Handwerk und süßen Träume – Torten, Kekse, vegane Muffins, süße Aufstriche oder Macarons. Zudem findet jeden dritten Sonntag im Monat der Breakfast Markt statt, der kulinarische Köstlichkeiten rund um das Thema Frühstück auftischt. Die Frühstücksfreunde werden mit Egg Benedict, Porridge oder Weizengras-Smoothies verzaubert. Aber auch handgeschmiedete Messer und Kochbücher können hier erworben werden.


März 7, 2018

 

Bier aus Champagnerflaschen?

Wir konsumieren das Traditionsgetränk gewöhnlich aus Dosen, Flaschen oder Biergläsern. Aktuell erleben wir in der deutschen Bierkultur eine kleine Revolution, denn die Craft-Bier Bewegung ist bei den Deutschen angekommen. Der Biermarkt entwickelt sich in den letzten Jahren weg von homogener Massenware, hin zu vielseitigen Genussbieren.

Was ist Craft Beer? – “small, independent, traditional”

Unter Craft Beer lässt sich handwerklich gebrautes Bier verstehen, dass aus unabhängigen Brauereien stammt. Bei den Brauprozessen treffen höchste Qualitätsansprüche auf Kreativität und Experimentierfreude. Die Leitidee dahinter: neu denken, alte Produkte neu erleben und besondere Biere zu kreieren. Es soll sich nicht mehr auf das verkaufsstärkste Produkt konzentriert werden, sondern eine Biersortenvielfalt entstehen.

Die vielfältigen Bierstile werden unter traditioneller Herstellungsmethode, mit natürlichen Rohstoffen und ohne Zusatzstoffe gebraut. Jahrhundertalte Bierstile die in Vergessenheit geraten sind, weil sie den Massengeschmack der Gesellschaft nicht getroffen haben, werden nun von Craft-Beer Brauern wieder erlebbar gemacht. Die obergärigen Biere Pale Ale und India Pale Ale sind solche vergessenen Bierstile, sie sind wegen ihres blumigen und fruchtigen Hopfen-Aroma beliebt. Aber auch neue, kreative Bierstile entstehen durch die Zugabe ungewöhnlicher Komponenten. So werden schon mal im Bauprozess von dunklen Bieren, Kaffee-oder Kakao-Bohnen verwendet und helle Biere erhalten durch Kirschen, Honig oder Gewürze ihren einzigartigen Charakter.

Wo kommt das Craft Beer her?

Die Wurzeln des Craft Beers liegen in den 1960er und 70er Jahren der USA. Der Biermarkt war mau, denn drei große Braukonzerne hatten den gesamten Biermarkt übernommen. Die Bürger wurden mit billigem, leichten und schnell in großen Mengen trinkbaren Lagerbier versorgt. Das Resultat: Das Bier schmeckte für alle gleich und der Bedarf nach qualitativ hochwertigerem und vielfältigem Bier in der Gesellschaft stieg. Wer etwas anderes trinken wollte als durch den Markt angeboten, musste es sich selbst brauen. Aus dieser Not heraus fingen brau-begeisterte Laien zu Hause an, ihr eigenes Bier in den verrücktesten Stilen zu brauen. Es entstand die “home-brewing Szene” und durch gesetzliche Regelungen war es den Laien eines Tages genehmigt, ihr Bier auch zu verkaufen.


Was unterscheidet Craft Beer vom Mainstream-Bier?

Das wesentliche Differenzierungsmerkmal von Craft Beer ist die Vielfalt der angebotenen Biersorten. Während auf dem deutschen Biermarkt vor allem die Biermarkenvielfalt dominiert und die Sorten sich auf wenige beschränken, liefert Craft Beer die Biersortenvielfalt und ergänzt damit den Biermarkt optimal. Unter der Kostenperspektive ist das Craft Beer preislich höher eingestuft als herkömmliche deutsche Bier, denn die Brauprozesse der kleineren Brauereien können nicht so kosteneffizient gestaltet werden wie in großen Braukonzernen.

 Geschmacklich unterscheidet sich das Craft Beer durch seinen einzigartigen, geschmackvollen, herzhaften Charakter. Durch die wesentlich geringe Ausstoßmengen der kleinen Brauerein, haben diese gleichzeitig mehr Experimentiermöglichkeiten als große Konzerne.

Das Kernmerkmal des Craft Beers lässt sich durch die Konzentration des jeweiligen Bieres auf eine bestimmte Richtung definieren, die durch die Kombinationen verschiedener Komponenten erzeugt wird. So kann, je nach Bierstil, das Craft Beer malzig, sauer, bitter oder mit Kaffee und Schokolade abgeschmeckt sein. Heute kann Craft Beer nicht nur über das Internet, sondern im Einzelhandel, Getränkefachhandel und Bierspezialitätengeschäften gekauft werden.



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